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RNA-Impfstoff


RNA-Impfstoff

Ribonukleinsäure

Ribonukleinsäure(RNS, engl. RNA) ist genau wie die Desoxyribonukleinsäure(DNS, engl. DNA) ein Polynukleotid, welches aus einer Reihe von Nukleotiden besteht. Im gegensatz zur DNA ist die RNA nicht doppelsträngig, sondern besteht nur aus einem Strang. Außerdem besitzt die RNA anstatt der Stickstoffbase Thymin wie es die DNA hat, Uracil. Eine wesentliche Aufgabe von RNA in biologischen Zellen ist die Übersetzung von genetischer Erbinformation in die "ausführenden" Proteine. In Form der Messenger-RNA oder Boten-RNA (mRNA) fungiert sie hierbei als Informationsübertrager. Neben der mRNA gibt es noch viele andere RNA-Typen wie beispielsweise die tRNA und rRNA, welche verschiedene andere Aufgaben übernehmen. Außerdem kann sie in Form von Ribozymen die Aufgabe von Enzymen oder Antikkörpern übernehmen.  Bei RNA-Viren macht sie sogar das Genom selber aus. Zu diesem Viren-Typ gehören auch Coronaviren. Ihre RNA ist von einer Fettschicht umhüllt und rund 30Kilobasen lang. Diese einzelsträngigen RNA-Genome sind die längsten überhaupt. Dieses Genom enthält die Information für sämtlich Struktur-Proteine aus denen der Virus besteht, wie zum beispiel das äußere Spike Protein und nichtstrukturelle Proteine, welche die RNA-Replikation vollführen.
Mithilfe des zuvor erwähnten Spike Proteins "dockt" das Virus an eine entsprechende Wirtszelle an und schleust darüber seine eigene RNA ein. Die Wirtszelle hält diese RNA nun für eine Kopie ihres Erbguts und fängt an diese zu Kopieren und die kodierten Proteine herzustellen. Dadurch baut sie Schritt für Schritt neue Viren zusammen. Dadurch, dass Zellen sich nur noch auf die Produktion
von Virusbausteinen konzentriert, vernchlässigt sie ihre eigene Lebenserhaltung und stirbt dementsprechend ab. Das ist der Grund warum Viren auch so schädlich für einen Organismus sind.

Immunsystem

Deshalb gibt es das Immunsystem. Dieses biologische Abwehrsystem schützt uns vor diversen Infektionen wie zum Beispiel Virus-Infektion. Hierfür werden sogenannte Antikörper (oder auch T-Zellen)
produziert, welche speziell gegen einen "Eindringling" bzw. eine Infektion vorgehen. Dabei wird der Fremdkörper analysiert und dazu passende "Waffen" hergestellt, welche genau diese Gefahr
zerstören. Da erst anhand von dem Fremdkörper seine Abwehr gebildet werden kann, muss zu erst eine Infektion stattfinden wobei noch keine Antikörper gebildet wurden. Dauert die Produktion
von Abwehrstoffen zu lange oder ist die Infektion zu aggressiv kann das Immunsystem nicht rechtzeitig reagieren. Um dieses Problem vorzubeugen gibt es Impfstoffe.

Impfstoffe

Mithilfe von klassischen Impfstoffe werden Teile oder ganze abgetötete Erreger in einen Organismus injeziert wodurch der Bauplan dieser Erreger dem Körper bekannt ist und schon vor einer
wirklich Infektion Antikörper gebildet werden können. Somit kann im Falle einer echten Infektion sofort gehandelt werden.
Die neuen Verfahren des RNA-Impfstoffen funktionieren nach dem gleichem Prinzip. Dabei werden synthetisierte Stücke eines RNA-Virus-Genoms dem Körper bzw. den Zellen eingeschleust. Unsere Zellen reproduzieren dann
die kodierten Proteine, damit die Bauteile dem Körper bekannt sind. Diese RNA-Stücke sind Genom Teile, welche alleine die Struktur-Proteine kodieren, wodurch die charakteristischen
Strukturen und das "Aussehen" des Virus nachgebildet werden kann, jedoch nicht seine Funktionsweise. Dafür wird am Beispiel SARS-Cov2, das äußere Spikeprotein nachgebildet, womit der Körper
als erstes in Kontakt kommen würde, im Falle einer Infektion. So können schnell Antiköper gebildet werden, welche einen eindringenden Virus mit diesem Spikeprotein sofort erkennen und
neutralisieren würden. Gerüchte, dass die RNA-Stücke unsere Erbgut verändern würden sind falsch und komplett irrational. RNA ist es nicht möglich irgendeine Änderung an unserer DNA zu tätigen,
sie nicht einmal in der Lage in den Zellkern einzudringen, was es ihr unmöglich macht mit der Erbinformation in Kontakt zu treten.

Trotzdem gibt es noch Ängte rund um den neuen Impfstoff. Ein weit verbreitetes Argument ist die schnelle Entwicklungszeit. Allerdings wurden bei der Entwicklungs des SARS-Cov2 Impfstoffes
keine Schritte weggelassen, die nicht auch bei anderen Impfstoffentwicklungen stattgefunden haben. Die einzelenen Phases der Entwicklung wurden zum einen teilweise parallel durchgeführt und
vorallem wurden die gewonnen Daten dirket an die Zulassungsstellen weitergeleitet und verarbeitet. Die Kommunikation zwischen Foschern und Zulassungsstelle ist fast immer der ausschlaggebene
Punkt, wenn es um die dauer einer Entwicklung eines Impfstoffes geht. Bürokratie ist bekanntlich nicht das schnellste auf der Welt. Aufgrund der weltweiten Pandemie gab es diesmal keine
Zeitverschwendung, wodurch der Impfstoff innerhalb eines Jahres entwickelt wurde. Die extrem seltenen langzeit Nebeneffekte (meist auch Einzelfälle) werden wie bei jedem Imfpstoff immer weiter untersucht.

Fazit

Abschließend kann man sagen der neue RNA-Impfstoff ist nicht gefährlicher als klassische Impfstoffe. Es ist eine moderne und verbesserte Methode der Infekionsvorbeugung. Wir sollten froh sein
so schnell so gut wirkende Impfstoffe (bis 95%) bekommen zu haben. Wenn sich jeder so schnell wie es im möglich ist impfen lässt kann die Pandemie noch in diesem Jahr beendet werden.


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Dieser Artikel wurde verfasst von: musst-du-wissen.de am 2021-01-24 und 2 Leute haben es geliked!


Corona-Varianten


SARS-CoV2 Mutationen treten immer häufiger auf!

Der einzige Sinn von Viren ist einen Wirt zu befallen und sich auf seine Kosten und Lebensenergie zu reproduzieren und zu vermehren. Das machen die Viren allerdings nicht bewusst. Forscher streiten sich noch heute ob ein Virus als Lebewesen gezählt werden kann oder nicht. Eines ist aber klar, Viren existieren nur noch, weil die zufällige Zusammensetzung ihres Erbguts, diese Funktionsweise der Vermehrung hervorruft und dadurch die Erbinformation über die Zeit immer weiter erhalten blieb. Durch die hohe Ansteckungsrate von SARS-CoV2 wird das Virus in sehr schnellen Zyklen und einer riesigen Menge vervielfältigt. Bei jeder Reproduktion kann es mit einer geringen Wahrscheinlichkeit zu "Kopierfehlern" kommen, d.h. es entstehen Fehler im Erbgut die verschiedene Mutationen hervorrufen. Die meisten Mutationen haben keinen positiven Effekt, allerdings kann es auch mit einer geringen Wahrscheinlichkeit vorkommen, dass die Mutante tatsächlich einen Vorteil daraus bezieht. Dadurch kann dieses "Erbgut" bzw. das Virus noch besser reproduziert und erhalten werden.

Nun sind mehrere Corona-Varianten in der Welt aufgetaucht. Die zuerst entdeckte Mutation wurde erstmal in Großbritanien sequenziert - Variante B1.1.7. Einige Zeit später kamen auch Meldungen aus Südafrika mit der Variante 501Y.V2. Bei beiden Varianten ist das Spikeprotein an der Virus-Oberfläche verändert. Mit diesem Protein "klammert" sich das Virus an unsere Zellen und verankert sich an ihnen, damit es sein eigenes Erbgut in die Wirtszelle einschleusen und in ihr vermehren lassen kann. Bei der Variante B1.1.7 vermutet man, dass das Protein "klebriger" ist und stärker haftet, womit eine höhere Infektionsrate einher geht. Die Spikeproteine der Variante 501Y.V2 sollen hingegen so abgeändert sein, das sie für die vom Immunsystem gebildetet Antikörper schwerer zu erkennen und damit schwerer zu neutralisieren sind. Antikörper erkennen das Virus an den charakteristischen Proteinen an der äußeren Hülle. Haben diese nun eine abgewandelte Struktur kann sich das Virus besser im Körper vermehren da eine spätere oder gar keine Immunreaktion stattfindet. Im schlimmsten Fall kann es dazu kommen, dass die bereits entwickelten Impfstoffe weniger bis nicht mehr wirken könnten, da diese auch nur die Produktion von Antikörpern hervorrufen. Bereits geimpfte Menschen könnten sich eventuell erneut infizieren. Allerdings fehlen für solche Aussagen noch die Daten für Beweise, es fehlt noch an Evidenz, z.B zum Infektionsintervall, Viruslast und der generellen Wirksamkeit der Impfstoffe. Auch schwere Verläufe konnten aufgrund der Varianten noch nicht festgestellt werden.

Die neuste Meldung einer Corona Variante stammt aus Brasilien - Variante P.1. Zu dieser Mutation ist noch sehr wenig bekannt. Forscher vermuten ähnliche Veränderungen wie bei der 501Y.V2 Variante, da in einem Ort eine erneute starke Infektionswelle auftauchte, obwohl man vermutete, dass der größte Teil der lokalen Bevölkerung bereits Antikörper durch einer vergangenen Infektionswelle gebildet haben. Es wurde zwar eine Herdenimmunität vermutet, man weiss aber noch genauso wenig über die tatsächliche Funktionsweise der Antikörper.

Das Auftauchen dieser Varianten sollte ein erneuter Anstoß sein, die Corona-Schutzmaßen einzuhalten. Abstände einzuhalten, Mund-Nasen-Schutz zu tragen und Kontakte auf ein Minimum zu reduzieren sind das beste Mittel was wir haben. Durch weniger Verbreitung von SARS-CoV2, können auch weniger Mutationen auftreten, welche die ganze Krise noch schlimmer bis unlösbar machen könnten.


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Dieser Artikel wurde verfasst von: musst-du-wissen.de am 2021-01-17 und 4 Leute haben es geliked!


Neuralink


Neuralink ist ein von Elon Musk, neben Tesla Motors und SpaceX gegründetes Unternehmen. Das große Ziel von Neuralink ist die Erweiterung des menschlichen Körpers und Geistes um den Fortschritten in der Entwicklung von künstlicher Intelligenz mitzuhalten. Elon Musk erläutert oft die Gefahren einer dem Menschen überlegenen KI. Allerdings sind kurzfristige Ziele des Unternehmens "erst einmal" bessere Behandlungen von Gehirn Krankheiten und Schäden am zentralen Nervensystem.


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Dieser Artikel wurde verfasst von: ChristophManitz am 2021-01-11 und 0 Leute haben es geliked!