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Corona-Varianten


SARS-CoV2 Mutationen treten immer häufiger auf!

Der einzige Sinn von Viren ist einen Wirt zu befallen und sich auf seine Kosten und Lebensenergie zu reproduzieren und zu vermehren. Das machen die Viren allerdings nicht bewusst. Forscher streiten sich noch heute ob ein Virus als Lebewesen gezählt werden kann oder nicht. Eines ist aber klar, Viren existieren nur noch, weil die zufällige Zusammensetzung ihres Erbguts, diese Funktionsweise der Vermehrung hervorruft und dadurch die Erbinformation über die Zeit immer weiter erhalten blieb. Durch die hohe Ansteckungsrate von SARS-CoV2 wird das Virus in sehr schnellen Zyklen und einer riesigen Menge vervielfältigt. Bei jeder Reproduktion kann es mit einer geringen Wahrscheinlichkeit zu "Kopierfehlern" kommen, d.h. es entstehen Fehler im Erbgut die verschiedene Mutationen hervorrufen. Die meisten Mutationen haben keinen positiven Effekt, allerdings kann es auch mit einer geringen Wahrscheinlichkeit vorkommen, dass die Mutante tatsächlich einen Vorteil daraus bezieht. Dadurch kann dieses "Erbgut" bzw. das Virus noch besser reproduziert und erhalten werden.

Nun sind mehrere Corona-Varianten in der Welt aufgetaucht. Die zuerst entdeckte Mutation wurde erstmal in Großbritanien sequenziert - Variante B1.1.7. Einige Zeit später kamen auch Meldungen aus Südafrika mit der Variante 501Y.V2. Bei beiden Varianten ist das Spikeprotein an der Virus-Oberfläche verändert. Mit diesem Protein "klammert" sich das Virus an unsere Zellen und verankert sich an ihnen, damit es sein eigenes Erbgut in die Wirtszelle einschleusen und in ihr vermehren lassen kann. Bei der Variante B1.1.7 vermutet man, dass das Protein "klebriger" ist und stärker haftet, womit eine höhere Infektionsrate einher geht. Die Spikeproteine der Variante 501Y.V2 sollen hingegen so abgeändert sein, das sie für die vom Immunsystem gebildetet Antikörper schwerer zu erkennen und damit schwerer zu neutralisieren sind. Antikörper erkennen das Virus an den charakteristischen Proteinen an der äußeren Hülle. Haben diese nun eine abgewandelte Struktur kann sich das Virus besser im Körper vermehren da eine spätere oder gar keine Immunreaktion stattfindet. Im schlimmsten Fall kann es dazu kommen, dass die bereits entwickelten Impfstoffe weniger bis nicht mehr wirken könnten, da diese auch nur die Produktion von Antikörpern hervorrufen. Bereits geimpfte Menschen könnten sich eventuell erneut infizieren. Allerdings fehlen für solche Aussagen noch die Daten für Beweise, es fehlt noch an Evidenz, z.B zum Infektionsintervall, Viruslast und der generellen Wirksamkeit der Impfstoffe. Auch schwere Verläufe konnten aufgrund der Varianten noch nicht festgestellt werden.

Die neuste Meldung einer Corona Variante stammt aus Brasilien - Variante P.1. Zu dieser Mutation ist noch sehr wenig bekannt. Forscher vermuten ähnliche Veränderungen wie bei der 501Y.V2 Variante, da in einem Ort eine erneute starke Infektionswelle auftauchte, obwohl man vermutete, dass der größte Teil der lokalen Bevölkerung bereits Antikörper durch einer vergangenen Infektionswelle gebildet haben. Es wurde zwar eine Herdenimmunität vermutet, man weiss aber noch genauso wenig über die tatsächliche Funktionsweise der Antikörper.

Das Auftauchen dieser Varianten sollte ein erneuter Anstoß sein, die Corona-Schutzmaßen einzuhalten. Abstände einzuhalten, Mund-Nasen-Schutz zu tragen und Kontakte auf ein Minimum zu reduzieren sind das beste Mittel was wir haben. Durch weniger Verbreitung von SARS-CoV2, können auch weniger Mutationen auftreten, welche die ganze Krise noch schlimmer bis unlösbar machen könnten.


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Dieser Artikel wurde verfasst von: musst-du-wissen.de am 2021-01-17 und 4 Leute haben es geliked!